Für die Mieter in der Schweiz soll es noch knapper werden

Am 6. Juli 2018 hat die Rechtskommission des Nationalrats zwei parlamentarischen Initiativen zugestimmt, die höhere Renditen beim Mietrecht und die Stärkung der Marktmiete fordern. Absurd, wenn man an die ständig weiter steigenden Mieten denkt. Die Kommissison will Mietzinserhöhungen weiter erleichtern und den Mieterschutz aushöhlen.

Es geht noch weiter mit dem Entscheid, eine Initiative weiterzuverfolgen, nach der Mietzinse generell nur noch auf ihre Missbräuchlichkeit überprüft werden können, wenn Wohnungsnot herrscht. Das heisst: Sinkt der Referenzzinssatz könnten die meisten Mieterinnen und Mieter gar keine Mietzinssenkung mehr verlangen. Und wenn sie umgekehrt eine Mietzinserhöhung erhalten, können sie sich nicht mehr wehren. Die Meinung der Hauseigentümerlobby hierzu: Man könne ja einfach umziehen, wenn einem etwas passt.

Dazu auch Balthasar Glättli:

https://www.balthasar-glaettli.ch/2018/07/06/hev-will-mieterschutz-aushoehlen/

Oder hier die Medienmitteilung des Mieterverbands:

https://www.mieterverband.ch/mv/politik-positionen/news/2018/Skandal%C3%B6ser-Entscheid-gegen-den-Mieterschutz.html

Die Vertreter der Immo-Lobby sind: die Nationalräte Philippe Nantermod, Präsident des Verbandes der Immobilienfachleute («Union suisse des professionnels de l’immobilier»), Olivier Feller, Generalsekretär des Westschweizer Immobilienverbandes («Fédération romande immobilère») und Hans Egloff, Präsident der Hauseigentümerverbandes (HEV).

 

0

Kommentar hinterlassen!*

Related Posts

Mietrecht und Fussball-WM

Ich erinnere mich gut an die letzten Fussballgrossanlässe. Man konnte sich grossartig aufregen an den hupenden Autokolonnen, vor allem dann, wenn die mitgeführten Fahnen keine schweizerischen waren. Na ja. Doch…
Mehr erfahren